Natur- und Landschaftsschutz

Zum Naturschutz liegt das Gutachten immer noch nicht vor. Es gab nur die Aussage des eingeschalteten Ing.-Büros, dass bei der artenschutzrechtlichen Untersuchung bisher keine Hinderungsgründe für den Windpark zu erkennen seien. Der im Reisenbacher Grund gesichtete Schwarzstorch habe dort keinen Horst.

Unserer Auffassung nach, müsste vor einem Beschluss des Gemeinderates konkret bekannt sein, ob Rotmilan, Fledermäuse oder Kolkrabe durch das Vorhaben in ihrem Lebensraum wesentlich beeinträchtigt werden und wie das zu vermeiden ist. Es gibt auch keine Aussage, ob das geschützte Naturdenkmal Felsenhaus bei der Planung berücksichtigt wurde. Hier müsste ein Abstand von 250 m zu den Windrädern eingehalten werden.

 

In der Stellungnahme der Gemeinde Waldbrunn zu Windkraftstandorten in Nachbargemeinden hat sie darauf hingewiesen, dass eine Riegelbildung in der Landschaft zu vermeiden ist. Das sollte natürlich bei Anlagen in Waldbrunn beachtet werden. Allgemein gilt, dass je mehr Anlagen aufgestellt werden, umso größer der Eingriff in die Landschaft ist. Hier sind die Schutzgüter gegeneinader abzuwägen und angemessen zu berücksichtigen.

 

Über den Ausgleich des Eingriffs muss mit den örtlichen Naturschutzverbänden ein Einvernehmen erzielt werden. Ein rein finanzieller Ausgleich ohne konkrete, wirklich neue Maßnahmen vor Ort, würde unseres Erachtens den Zielen des Artenschutzes nicht gerecht.