Standorte und Abstände zu Ortschaften

Planung Stand März 2013

Quelle: Öffentl. Gemeinderatssitzung im November 2012

Aktuell sind 13 Anlagen geplant, inkl. der zwei Anlagen auf Eberbacher Gemarkung. Auf die Anlage Nr. 14 wird laut Planer auf Wunsch der Gemeinde zunächst verzichtet. Außerdem soll Standort 3 über die Grenze auf Waldbrunner Fläche versetzt werden. Demnach befinden sich 11 der 13 geplanten Anlagen auf der Gemarkungsfläche der Gemeinde Waldbrunn.

 

Folgende Karte zeigt unsere alternative minimierte Anordnung.

Windhöffigkeiten von 5,50 bis 5,75 m/s sind gelb markiert, 5,75 bis 6,00 m/s sind schwach orange und 6,00 bis 6,25 sind orange-rot markiert.

Bei der Alternativplanung unserer Arbeitsgruppe wurde vor allem versucht, die optische Beeinträchtigung zu minimieren. Außerdem wurde die Zuwegung und die gegenseiteige Verschattung der Anlagen berücksichtigt. Laut Infoveranstaltung am 14.03.2013 soll in Nebenwindrichtung (von Süd-Ost nach Nord-West) 470 Meter und in Hauptwindrichtung (von Süd-West nach Nord-Ost) 820 Meter Abstand eingehalten werden, was dem vorgelegten Plan allerdings nicht ganz entspricht.

Bei der Alternativanordnung der Windkraftanlagen fällt zusätzlich zu Anlage 14 noch Anlage 13 weg, da diese an einem Seitenweg stehen würde und für Zuwegung und Aufbau der Anlage bestehender Wald gerodet werden müsste. Außerdem verursacht diese Anlage eine unverhältnismäßig hohe optische Bedrängung von von den Ortsteilen Mülben und Strümpfelbrunn. Gleiches gilt eventuell für die Verschattung von einzelneStrümpfelbrunn in den frühen Morgenstunden. Außerdem hätte diese Anlage den geringsten Abstand zum Mülbener Segelfluggelände. Dort machen immer wieder Anfänger ihren Flugschein. Außerdem wird so bei Nordwind die Gefahr von Verwirbelungen im Flugbereich  minimiert.

Da Anlage 12 nach Windatlas B-W an der Stelle  mit einer geringeren Windhöffigkeit stehen würde, könnte diese ebenfalls entfallen, um die Länge der "Wand" aus Windrädern zu verkürzen und gleichzeitig die Abstände der Anlagen in nordwestlicher Richtung zu erhöhen um damit die Verschattung des Windes in Nebenwindrichtung zu verringern.

Wenn die Anlagen 12, 13 und 14 entfallen und die Abstände der anderen in nordwestlicher Richtung vergrößert werden , könnten die Anlagen, die am nähesten zum Reisenbacher Grund stehen (8, 9, 10), auf der windhöffigen Fläche Richtung Süd-Südwest etwas verschoben werden.

Da die Anlagen 6 bis 11 im mittleren Bereich des relativ breiten Bergrückens stehen, dürfte keine wesentliche Beeinträchtigung des Höllgrunds eintreten. Eventuell lässt sich dies noch durch eine Animation bestätigen.

Im westlichen Bereich des Vorranggebiets befindet sich die Max-Wilhelms-Höhe, zu der ein Abstand einzuhalten ist, der die Vorgaben der Technischen Anweisung (TA) Lärm erfüllt. Man geht dabei von einem erforderlichen Abstand von 500 Metern aus. Westlich der Max-Wilhems-Höhe können nach den Angaben des Büros Fichtner auf Eberbacher Gemarkung mit 820 Metern Abstand in Hauptwindrichtung (auf der Karte von links unten nach rechts oben) noch 2 Anlagen realisiert werden. Dabei gehen wir jedoch davon aus, dass auf Eberbacher Gemarkung (Landschaftsschutzgebiet) in absehbarer Zeit keine Anlagen errichtet werden dürfen.

Anlage 3 wird laut Planer auf Waldbrunner Gemarkung versetzt und dafür könnte nach unserer Meinung  Anlage 4 entfallen. Die für diese Anlage erforderliche  Rodung für Aufbau und Zuwegung, befindet sich in verhältnismäßig altem Buchenbestand. Solche alten Buchenbestände sollen laut Bundesamt für Naturschutz "im Verbund geschützt werden". Damit wäre außerdem ein größerer Abstand zum Unterhöllgrund gegeben.

Aus diesen Gründen sind wir der Meinung, dass diese 8 Anlagen bürgerverträglich, energetisch sinnvoll, wald- und  naturschonend, optimal über Wagenschwend anfahrbar, immissionsgerecht und wirtschaftlich sinnvoll im Markgrafenwald realisierbar sind. Wird die Wirtschaftlichkeit von 8 Anlagen in Frage gestellt und deshalb zusätzlich Nr. 4 und Nr. 11 (also insgesamt 10 Anlagen)  für erforderlich gehalten, könnte dies durch einen Gutachten geprüft werden.

 

Offizielle Fotomontage vom Ingenieurbüro Simon (Mosbach)

Quelle: Gemeinde Waldbrunn